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Rückblick: Holy Grail Guitar Show 2015 – Part 1

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IMG_3633Am kommenden Wochenende findet in Berlin wieder die Holy Grail Guitar Show statt. Auch wir sind natürlich wieder am Start und halten für euch die Augen offen! Zur Einstimmung hier ein kleiner Rückblick mit Impressionen aus dem letzten Jahr:
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TAG 1

 

Wild Customs aus Frankreich hatten wieder einen Haufen stylischer Rock-Bretter im Gepäck! Die besonders in Metal- und Hardcore-Kreisen angesagten Gitarren sind größtenteils mit schicker Custom-Hardware ausgerüstet und seit neustem auch mit massiven Aluminium-Hälsen und/oder Metal-Korpussen erhältlich. Wie im letzten Jahr gab es auch wieder ein Modell, das komplett aus einer Holzbohle geschnitten wurde.

 

Phil Bach – ebenfalls aus Frankreich – hatte verschiedene farbenfrohe Versionen seiner Freedom I, II und III Bässe dabei. Für Aufsehen sorgte ein naturbelassener Bass mit geschnitzter Kopfplatte im klassischen Heavy-Metal-Pommesgabel-Style. Weniger auffällig, dafür jedoch durch und durch stimmig, wirkte auch das neue Crusader-Modell im knalligen orange.

 

Mit grundverschiedenen ausgefallen Instrumenten präsentierte sich Ralph Bonte von Arrenbieguitars. Besonders gefallen hat uns seine Resocaster, ein Resonator-/E-Gitarren-Hybrid, dessen Features er detailliert im obigen Video beschreibt.

 

Der junge Gitarrenbauer-Nachwuchs kam vor allem aus Schweden. Ted Åstrand von Åstrand Guitars präsentierte selbstbewusst seine A-OM, eine edle Akustik-Gitarre aus Schweizer Fichte und Madagascar-Rosewood.

 

Der nächste junge (und nicht weniger hippe) Schwede wartete nur einen Stand weiter entfernt auf uns. Tobias Lund Lindberg von TLL Guitars bezieht seine Inspiration aus dem Art Déco und brachte neben einer unauffällig schicken Jazz-Gitarre auch eine Semi-Hollow sowie eine wirklich gelungene Solid-Body-Gitarre mit.

 

Heavy Metal is the law! Devils Choice hatten, wie zu erwarten, wieder extreme Formen am Start! Mastermind Bernd Steuer präsentierte mit der Black Oak ein elegantes, etwas weniger extremes Modell, das bis auf das Ahorn-Griffbrett komplett aus heimischer Eiche gebaut ist. Am Steg sorgt ein Bare Knuckle Crawler für ein sattes aber kontrolliertes Pfund, schwer ist die Gitarre entgegen aller Erwartungen nicht. Wir freuen uns auf einen Test!

 

Rudolf Bachmann von Bachmann Guitars & Tonewood hatte sowohl E- als auch Akustik-Gitarren dabei, wobei letztere mit einem ergonomisch geformten und aufwendig verrundeten Rücken beeindruckten.

 

Orn Custom Guitars lenkten mit schrägen eigenen Formen die Aufmerksamkeit auf sich. Gunnar Orn Sigurdsson aus Island bedient sich bei seinen Kreationen überwiegend klassischer Holz-Kombinationen wie Ahorn und Mahagoni, wobei es durchaus Ausnahmen wie das auffällige Alu-Body-Modell gibt.

 

Gewohnt kreativ präsentierten Tonfuchs Guitars ihre im Kern doch eher klassischen Formen. Neben einem Jaguar-ähnlichen Modell mit Fußball-Kunst-Rasen-Decke gab es eine Motorrad-Hommage-Gitarre mit eingearbeitetem Zündapp-Tankdeckel zu bestaunen. Ein weiteres Modell, für das die ausgelegten Tonabnehmer mit Gehäusen aus original Vespa-Teilen gedacht waren, hatte es nicht rechtzeitig zur Show geschafft – die Pickups mit Lollar-Innenleben gibt es dafür ab sofort bei Tonfuchs zu kaufen.

 

Springer Guitars aus Frankreich waren mit insgesamt sechs Singlecut-Modellen im Retro-Style vertreten. Von Hochglanz bis Relic, von minimalistisch (Les-Paul-Jr.-Style) bis gretschig-opulent, von Humbucker über P-90 bis hin zu TV-Jones: Hier wurden viele klassische Konzepte vermischt und in einer stimmigen, frischen Form gebündelt.

 

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AJL Guitars haben sich komplett auf Maccaferri-Style Jazz- und Archtop-Gitarren spezialisiert. Klassisch, variantenreich und bisweilen farbenfroh präsentierten sich die edlen Teile aus Finnland.

 

Heiko Hoepfinger von Basslab ist zweifellos ein heißer Anwärter auf den Titel der futuristischsten Gitarren der Show. Seine Kunststoff-Instrumente kennen keine Grenzen in Sachen Form, Farben und Shapings und weisen darüber hinaus hochinteressante Klangeigenschaften auf. Das Highlight war zweifellos ein oranges Modell mit einem einzigen Tonabnehmer und sage und schreibe 36 Bünden!

 

Nach einem ausführlichen Vortrag von Kathy Wingert über die historische Herkunft von Fanned-Fret-Instrumenten blieben keine Zweifel, dass die Frau hinter Wingert Guitars ihr Handwerk versteht. Wingert hat eine persönliche Vorliebe für besonders gerade gewachsene Hölzer und so verwundert es kaum, dass die Maserungen der Decken- und Rücken-Hölzer ihrer Fanned-Fret-Akustik-Gitarre wie mit dem Lineal gezogen erscheinen.

 

Josep Melo i Valls, der Mann hinter Melo Guitars, brachte eine Reihe edler Jazz- und Akustik-Gitarren mit zur Show. Besonders begeistert waren wir von einem Jazz-Gitarren-Modell, bei dem Tonabnehmer,  das Schlagbrett und sogar die f-Löcher durch Steckverbindungen modifiziert werden konnten. Innovation trotz klassischen Looks – we like!

 

Kai Wahlbrink, das Wild-Child der deutschen Edel-Custom-Bauer, hatte neben seinen schon bekannten avantgardistischen Bass-Designs erstmalig auch ein schlichtes Gitarren-Rockbrett im T-Style am Start. Das neue Teil hört auf den schönen Namen EOS und fällt im Vergleich zu seinen Geschwistern deutlich günstiger aus.

 

Manchmal sind es die Materialien, die ein Instrument exklusiv machen. Adrian J. Lucas von A.J. Lucas Luthier hat den Korpus einer seiner Akustik-Gitarren aus 3500 (!!!) Jahre alter Sumpf-Eiche gebaut! Klingt jut (wir sind in Berlin) und hat garantiert niemand sonst!

 

Der wilde Nick Page hat es schon wieder getan: Einige der auffälligsten Gitarren-Designs gingen mal wieder auf sein Konto. Besonders ins Auge stach eine poppige Singlecut von der die Sage behauptet, dass sich unter den verwendeten Materialen auch wirkfähige Halluzinogene befinden. Der umtriebig kreative Gitarrenbauer hat seine Werkstatt übrigens von Berlin ins idyllische Österreich verlegt – sein ehemaliger Kompagnon betreibt in seiner alten berliner Wirkstätte weiterhin eine Service-Werkstatt.

 

Jeff Letain von Letain Guitars beweist Mut zu kantigen Designs. Seine markant geformte Jazz-Gitarre überzeugt mit einem besonders ergonomisch geformten Hals-/Korpus-Übergang und ermöglicht somit stressfreies Solieren in den höchsten Lagen.

 

Fibenare Guitars Co. haben sich bisher mit eher klassischen Formen einen Namen gemacht. Stolz präsentierten die Ungarn auf der zweiten Holy Grail Show frische Designs, die sich jedem Vergleich zu etablierten Klassikern entziehen.

 

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Rettet den Regenwald! Heiner Dreizehnter baut seine Akustikgitarren ausschließlich aus einheimischen Hölzern. Dass diese absolut konkurrenzfähig zu den Tropen-Exoten sind, zeigte eindrucksvoll der Blindtest.

 

Soultool Guitars aus der Schweiz. Egon Rauscher zeigt eindrucksvoll, dass man aus einem einzigen stimmigen Design einen breiten Fächer verschiedenster Gitarren bauen kann. Von nüchtern-modern bis klassisch-retro – die Laguz ist wandelbar wie ein Chameleon.

 

Weiter geht’s im zweiten Teil!

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Kommentar zu “Rückblick: Holy Grail Guitar Show 2015 – Part 1”
  1. Hans Helmut Hellmann

    Habe eben die
    videos von Brooke Miller gesehen, das ist ja der Hammer. Super Gitarrenspiel und tolle Stimme,bin super begeistert.Die Holy Grail Guitar Show ist eine ganz tolle Sache,unbedingt weiter machen.

    Antworten
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