Gitarren-Verstärkung

BluGuitar Amp1 im Test

In den doch etwas gleichförmig gewordenen Verstärkermarkt schlug die Nachricht ein wie ein Paukenschlag: Thomas Blug, sicher einer der renommiertesten Gitarristen Deutschlands, hat sich auf die Seite der Hersteller geschlagen und bringt mit dem BluGuitar Amp1 einen eigenen Verstärker auf den Markt.

 

Der Stellungswechsel kommt nicht von ungefähr: Einerseits professionell praktizierender Gitarrist, hat Thomas Blug andererseits lange Jahre als „Nebenjob“ die Entwicklungsabteilung von Hughes & Kettner verstärkt. Sein Spiel und sein Ohr haben die Produkte der saarländischen Firma maßgeblich mitgeprägt. Es dürfte insofern kaum ein Zufall sein, dass Thomas Blugs BluGuitar Amp1 eine gewisse Ähnlichkeit mit einem legendären Produkt von H&K hat, dem Tubeman, einem Preamp-/Distortion-Pedal mit Speaker-Simulation, das Anfang der 1990er-Jahre sehr beliebt war. Wie sagt man, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm?

Konstruktion des BluGuitar Amp1

Der BluGuitar Amp1 ist sozusagen als Rundumsorglospaket konzipiert, das dem Gitarristen in allen erdenklichen Lebenslagen zweckdienlich sein soll. Die Ausstattung umfasst vier Sound-Sektionen, einen Booster, Hall, einen Einschleifweg, einen Recording Out mit Speaker-Simulation, ein Noise-Gate mit zwei Presets, und es ist obendrein eine 100-Watt-Endstufe integriert. Das Ganze mit einem Lebendgewicht von sagenhaft geringen 1,18 Kilogramm (macht umgerechnet ca. 2,5 iPad Air oder ca. ein Viertel vom Gewicht einer durchschnittlichen Les Paul, ohne Koffer!). Möglich wird das natürlich nur dadurch, dass zum einen das Gehäuse aus Aluminium gefertigt wird und andererseits eine Class-D-Schaltung die Ausgangsleistung erzeugt bzw. die Signalbearbeitung mit Halbleitern erfolgt; analog, digitales Modeling ist nicht im Spiel. Um den BluGuitar Amp1 in Ansprache und Dynamik lebendig zu machen, arbeitet die Endstufe mit der Unterstützung einer Subminiaturröhre, von BluGuitar Nanotube genannt. Der verwendete Typus, vom Hersteller nicht näher spezifiziert, soll extrem langlebig sein, sodass ein Austausch über Jahrzehnte unnötig bleiben wird.

Begeben wir uns in die Tiefe der Bedienung. Wenn man erfährt, dass die Dreibandklangregelung allen vier Soundmodes gerecht werden muss, runzelt sich die Stirn. Kann das funktionieren? Nun, der kluge Mann baut vor bzw. Thomas Blug hat sich dazu natürlich Gedanken gemacht und in der Konsequenz zusätzliche Abstimmungsregler vorgesehen. Links an der Seite, geschützt vom Gehäuse, ermöglichen diverse Trimmpotis zusätzliche Feinabstimmungen der Soundmodes:

Clean: Tone, eine Mitten-/Höhenblende.

Vintage: Kein Regler für diesen Modus.

Classic: Volume und Tone.

Modern: Volume und Tone.

Boost: Charakter-/Klangregler.

Gleich daneben sind zwei Mini-Switches zugänglich. Der eine ist für das Noise Gate zuständig, der andere wählt für den Einschleifweg seriellen oder parallelen Betrieb. Versteckt an der Unterseite des Amp1 befindet sich ein Druckschalter mit dem außerdem der Signalpegel des Effektweges gewählt werden kann (-10/+4 dB). Im Weiteren dürfte die Bedienung selbsterklärend sein:

Ein eigener Volume-Regler für den Clean-Modus, Gain und Master für die drei Overdrive-/ Distortion-Sektionen, Master für die Gesamtlautstärke, Reverb zum Abstimmen des digital erzeugten Halleffekts. Die drei Fußschalter können in zwei Konstellationen arbeiten.

1. Der linke wechselt zwischen Clean und einem (per Drehschalter) vorgewählten Oberdrive-Modus. Der mittlere kontrolliert den Boost, auf dem rechten Schalter liegt Reverb-On/Off.

2. Preset-Abruf: Links liegt die Kombination Vintage, Boost, Reverb, in der Mitte Classic und Reverb, rechts Modern und Reverb.

BluGuitar Amp1_2

Diese Konfiguration kann der User nach Wunsch ändern. Indem ein Zweifach-Fußschalter an der Remote-Buchse angeschlossen wird, ist zusätzlich der Wechsel zwischen Clean und Overdrive sowie Boost-On/-Off fernsteuerbar. Über einen Adapter kann der BluGuitar Amp1 auch MIDI Daten empfangen/ verarbeiten. Klar, so wird die Steuerung natürlich viel variabler. Da es aber keinen frei programmierbaren Speicher gibt, sind die diversen Funktionen und Schaltkombinationen fest bestimmten MIDI Program-Change-Nummern zugeordnet (s. Abb. 1). Es empfiehlt sich also ein MIDI Schaltboard zu benutzen, das selbst programmierbar ist, oder die übrigen MIDI-Geräte müssen über MIDI-Mapping organisiert werden. Für die Steuerung bietet sich davon abgesehen noch eine andere Lösung an, nämlich die Nutzung des als Zubehör erhältlichen Remote1, siehe unten.

 

Die technischen Details haben wir nunmehr erfasst. Was die Handhabung des Amp1 angeht, sind jedoch noch zwei praktische Features nennenswert. Der Gehäuseboden ist nach innen gewölbt, sodass das Gerät problemlos oben auf einem Combo oder Topteil mit Tragegriff platziert werden kann. Außerdem gibt es die geschickte Easylock-Halterung, eine magnetische Befestigung, die erlaubt, dass man den Amp1 ruckzuck z. B. vom FX-Pedalboard entfernen bzw. wieder draufsetzen kann.

Optionales Zubehör

Der BluGuitar Amp1 ist für sich genommen zwar schon recht variabel in der Bedienung und dem Sound-Abruf, man hat aber noch längst nicht Zugriff auf alle Möglichkeiten. Natürlich hat Thomas Blug auch dafür bereits eine Lösung parat. Remote1 lautet das Zauberwort. Es handelt sich dabei um ein intelligentes Schaltpedal.

Zehn Schaltflächen im Stil des Amp1 steuern die Funktionen wahlweise in zwei Betriebsarten:

1. Direct Access Mode: Die Sound-Sektionen (Clean, Vintage usw.) sind direkt adressierbar, wie auch der Status der Funktionen Boost, Reverb und FX-Loop. Zusätzlich sind nun ein 2nd-Master-Volume und ein Power Soak verfügbar.

2. Preset Mode: Die Funktionserweiterungen sind auch hier gegeben, jetzt hält das Pedal aber frei belegbare Preset-Speicher bereit, und zwar 36 bzw. je neun in vier Bänken.

Ein weiteres praktisches Zubehör ist das Looper Kit, ein Modul, das am Remote1 montiert wird. Es dient mit seinen vier Relais (True Bypass) dazu, vier Signalwege (Loops) zu kontrollieren. Richtig, die Idee dahinter ist, dass FX-Pedale in die Programmierung mit einbezogen werden. Jeder Weg ist nämlich je Preset einzeln im Status programmierbar.

BluGuitar Amp1_3

Der Anschluss erfolgt über Break-Out-Kabel an Multipin-Anschlüssen. Weil sie in der endgültigen serienidentischen Ausführung noch nicht lieferbar waren, können wir zu diesem Zubehör leider noch keine Praxiserkenntnisse vermitteln. Die werden wir bald möglich natürlich in einem ergänzenden Test nachreichen.

 

 

 

Der BluGuitar Amp1 in der Praxis

Es sollte jedem klar sein, dass das technische Konzept des Amp1 nicht geeignet ist, tonal den Wettstreit gegen ausgefuchste, teure Röhrenverstärker zu gewinnen. Halbleiterschaltungen, auch wenn sie analog arbeiten, sind der Röhre nach wie vor nicht gewachsen. Thomas Blug selbst macht keinen Hehl daraus und sagt glasklar, dass die Idee ist/war, einen optimalen Kompromiss zwischen Sound-Qualität, Transportfreundlichkeit und Variabilität zu finden. Natürlich stand dennoch als Maßstab Röhrentechnik Pate, nicht zuletzt weil Thomas selbst aus dem Lager der fast schon audiophilen Röhrenenthusiasten stammt; ein detailverliebter Tüftler wenn es um den Gitarren-Sound geht. Und um es gleich vorweg zu sagen: Es ist beachtlich und sehr beeindruckend, was er mit seinem Projekt erreicht hat. Diese positive Aussage ist zu einem hohen Maße dadurch begründet, dass der Amp1 mit lebendiger Dynamik und sozusagen Goodwill dem Spielempfinden des Gitarristen entgegenkommt.

 

Clips #1 bis #4   sind mit einer Fender-CS-Strat-1956 eingespielt.  Die Reaktion auf das Guitar-Volume-Poti ist zu hören wie auch  der Unterschied zwischen Boost-On und –Off (#1, #2).

 

Test: BluGuitar Amp1 – Kompakt-Amp, Beispiel 1: Vin Strat Chords Boost

Test: BluGuitar Amp1 – Kompakt-Amp, Beispiel 2: Vin Strat Git Vol + Boost

Test: BluGuitar Amp1 – Kompakt-Amp, Beispiel 3: Class Strat Solo IV

Der Clips #5  demonstriert exemplarisch – anhand einer Sound-Ebene – wie überaus effizient die Klangregelungen arbeiten.

Test: BluGuitar Amp1 – Kompakt-Amp, Beispiel 5: Tone Controls MOD

 

Clip #6 und #7  zeigen, dass der Modern-Modus  durchaus ziemlich heftig klingen kann;  die kleine Kiste kann Metal!

Test: BluGuitar Amp1 – Kompakt-Amp, Beispiel 6: Mod Riff Low IV

 

Clip #8:   Clean/Overdrive, man kann schon mit  Hilfe der Boost-Funktion  so arbeiten als ob man einen zweikanaligen  konventionellen Verstärker benutzt.

Test: BluGuitar Amp1 – Kompakt-Amp, Beispiel 8: Boost Off_On

Clip #9 bis #11 präsentieren mein so genanntes „Reference-Riff“ (Ref Riff), das ich mit  jedem Test-Combo/Amp einspiele, damit der Leser eine Möglichkeit hat, mit einer gewissen Objektivität zwischen verschiedenen Verstärkern zu vergleichen.  Nur #9 ist mit dem Mikrofon aufgenommen, #10 und #11 präsentieren D.-I.-Signale aus dem Recording-Ausgang des Amp1 bei zwei verschiedenen Einstellungen der Klangregler.

Test: BluGuitar Amp1 – Kompakt-Amp, Beispiel 9: Reference Riff Strat Vintage

Test: BluGuitar Amp1 – Kompakt-Amp, Beispiel 10: Rec Out I

Test: BluGuitar Amp1 – Kompakt-Amp, Beispiel 11: Rec Out II

Ich wünsche viel Vergnügen, und…,  wenn möglich, bitte laut anhören, über Boxen, nicht Kopfhörer! ;-).

 

In der Ansprache nach dem Attack sind Nachgiebigkeit und Kraft angenehm ausbalanciert. In dem Kontext macht sich auch das Verhalten der Endstufe positiv bemerkbar, die bei höheren und hohen Pegeln röhrenähnlich pumpt und auch im Höhenspektrum sensitiv reagiert, bei höherer Aussteuerung (wie in einer Sättigung) Frische hinzugewinnt. In Sachen Transparenz muss man ebenfalls kaum Abstriche akzeptieren. Das Klangbild wirkt zwar stets leicht komprimiert, verdichtet, ist aber doch durchsichtig. Die Darstellung von Details ist sehr gut.

Noch einmal Dynamik. Es ist fast schon die anspruchsvollste Kür, so einer Technik amtlichen Druck anzugewöhnen. Aber es ist gelungen. Nicht nur, dass der Clean-Modus viel Volumen hat und satt im Bass nachlegen kann, auch die Overdrive-/Distortion-Kanäle schlagen energisch zu. Gedämpfte Noten auf der E6- und A5-Saite schieben mächtig und der Amp1 kommt grundsätzlich auch mit Dropped-Tunings locker zurecht. Man mag kaum glauben, was aus dieser kleinen Kiste für ein Dampf herauskommt der Amp1 hält hohe Power-Reserven bereit, kann also sehr laut werden. Kein Problem, ein 4×12-Cab anzutreiben. Einziger kleiner Wermutstropfen: Im Endbereich des Master-Volume-Reglers wird das Grundrauschen deutlicher hörbar.

Wie eben schon angedeutet, verbreitet der Amp1 auch tonal, im Klangeindruck viel Kultur. Der Clean-Kanal eifert elegant dem legendären Fender-Timbre nach. Dreht man den Volume-Regler weit auf, kann man fein strukturierten Overdrive provozieren, durch Nutzung der Boost-Funktion dann schon ziemlich intensiven (begleitet von einem gewissen Lautstärkesprung natürlich).

In den Distortion-Modes verhält es sich analog. Man hat immer eine moderate und heißere Ebene zur Verfügung, die eine quasi für Begleitung, die andere fürs Solieren. Und in sich ist das alles klanglich sehr gut abgestimmt. In dem Kontext spielen natürlich auch die Trimmer an der Seite eine Rolle, die nicht dramatisch auf den Sound Einfluss nehmen, dem Spieler aber viel Freiraum im Abgrenzen/Anpassen der Sounds untereinander lassen. Jedoch: Es mag Geschmackssache sein, aber das Bedienen der Trimmer kann einem durchaus fummelig Na gut, man kann nicht alles haben, kompakte Maße und rundum riesige Knöppe, gelle?! Und man muss ja auch nicht andauernd dran.

 

BluGuitar Amp1_4

Womit wir zur Kernfrage in der Bewertung des Amp1 kommen: Wie kultiviert verhalten sich die drei unterschiedlich heißen Distortionmodes? Erfreulich, weil wesentlich, ist zunächst einmal, dass sich die Verzerrungen harmonisch ausbilden, Akkorde sauber darstellen, und reaktiv der Spielweise und der Handhabung des Guitar-Volumes folgen. D. h. bei schwächeren Input-Signalen geht die Zerrsättigung homogen zurück, während nur ein geringer Lautstärkeabfall zu verzeichnen ist. Parallel dazu überzeugt das Klangbild mit einem im Ausklang der Töne facettenreichen Oberwellenspektrum, das in seiner Natur sehr an den Klang von Röhren-Distortion herankommt. Biss und Präzision im Attack sind gut ausgebildet. Der Spieler muss dennoch für seinen Ton nicht kämpfen. Der BluGuitar Amp1 hilft und trägt, wirkt bei zunehmendem Gain ab und an aber doch ein bisschen störrisch, weil sich die Dynamik etwas versteift. Man erlebt also in feinen Details durchaus den Unterschied zur Röhrenwelt, auch was die Fülle des Tons angeht. Dem Amp1 dies als Minus anzukreiden, wäre meines Erachtens nach unfair. Andersherum wird ein Schuh daraus: Insgesamt gesehen, das Preisniveau eingerechnet, muss man positiv werten und sagen, dass qualitativ ein sehr hohes Niveau erreicht wird.

Um eine Idee vom Charakter der Overdrive-/Distortionsounds zu vermitteln, kann man von einer Art heiß gemachtem, klassischbritischem Timbre sprechen. Wobei der Vintage-Modus mit seinen aufgeräumten Mitten an die Modelle 2204 und 2203 aus Marshalls JCM800-Ära erinnert; sehr schön für traditionellen Rock und härteren Blues. Andererseits schafft es der Modern-Modus, ziemlich überzeugend in den Metal-Bereich vorzustoßen, mit mächtigem Druck, kompaktem Grund-Sound und „fiesem“ Biss in den Höhen.

Classic gibt sich moderater, weckt Erinnerungen an den frühen Lukather-Sound oder Dann Huff zu Zeiten seiner Band Giant. Erdig, farbenreich, im Spiel feinfühlig zu modulieren, einfach eine grundsolide Sound-Sektion, stilistisch breit gefächert einsetzbar. Was von der Klangregelung massiv gefördert wird. Sie arbeitet sehr intensiv und kann daher das Klangbild extrem verändern, was natürlich im Recording-Bereich sehr willkommen ist. Ein wichtiges Stichwort; Wie macht sich denn der Recording-Ausgang des BluGuitar Amp1?  Nun, der ist ein eigenes kleines Highlight, weil er in seinem Frequenzgang sehr ausgewogen abgestimmt ist und die Sounds erfreulich kraftvoll und durchsetzungsfähig wirken lässt.

Wir hören bisher nur Gutes, aber es gibt auch eine weniger überzeugende Funktion. Das Noise Gate verrichtet seinen Dienst in der Einstellung Soft ordentlich, indem es schnell öffnet und spät schließt, also ausklingende Noten nicht voreilig kappt.

Die andere Betriebsart, Metal, die man bei den sehr heißen und dadurch nebengeräuschträchtigen Modern-Sounds gerne an den Start bringen möchte, schneidet den Anschlag hörbar an und schließt auch relativ abrupt. Das ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Der Einschleifweg funktioniert dagegen vollkommen unauffällig. Der integrierte Reverb-Effekt glänzt durch räumliche Tiefe und fein ziselierte Reflexionen. Er macht zum Beispiel im Clean-Modus eine sehr gute Figur. Wie oben beschrieben sind Nebengeräusche durchaus ein Thema. Ein gewisses Rauschen liegt nicht nur in der Endstufe, sondern auch auf dem Recording-Out. Insgesamt gesehen muss man trotzdem sagen, dass sich die Nebengeräusche in einem ganz und gar tolerierbaren Rahmen halten. So bleibt auch das minimale Klacken beim Sound-Wechsel dezent und setzt sich nicht in den Einschleifweg fort.

 

Resümee

Bis ins Detail konsequent durchdacht, elegant in der Funktion und tonal auf hohem Niveau absolviert der BluGuitar AMP1 den Test im großen Ganzen gesehen souverän. Kleine Schwächen stören das Gesamtbild zwar (noch?), dennoch dürfte dieses zumindest derzeit einzigartige Konzept einen Siegeszug antreten. Man bedenke aber, dass zur vollen Ausnutzung seiner Fähigkeiten zusätzlich ein entsprechender MIDI-Controller oder eben die Remote1, die immerhin mit € 349 zu Buche schlägt, vorhanden sein muss.

Fazit: Maximaler Nutzen bei relativ geringem finanziellen Aufwand, der BluGuitar AMP1 ist ohne Einschränkungen empfehlenswert.

19 Kommentare zu “BluGuitar Amp1 im Test”
  1. Natürlich will der Herr Blug sein Geld verdienen…
    Das sei ihm auch zugestanden…
    Was wieder mal absolut nervt:
    NICHTS ABER AUCH GAR NICHTS kann einen richtigen Vollröhrenampsound ersetzen!!!
    Alles andere ist Quatsch!!!
    SCHADE eigentlich…
    Von Herrn Blug hätte ich mehr erwartet!!!
    Reine Geldmacherei:-(
    Für das Geld gibts genug Röhrenamps auf dem Markt und damit ist man besser bedient

    Antworten
    • Der Vorredner(Jimi) hat offensichtlich den neuen konzeptionellen Ansatz des Herrn Blug nicht verstanden oder weiß ihn nicht zu würdigen…
      Die Kompaktheit des Verstärkers, der modulare Aufbau des Gesamtkonzeptes, die Fülle der Optionen, alles in allem, wie mir scheint, für das Gebotene noch in einem akzeptablen Preis/Leistungsverhältnis, das stellt meiner Meinung nach allemal eine echte Alternative dar, mit der viel erreicht werden kann!
      Vielleicht paßt auch dieser Lösungsansatz nicht für jeden – muß auch nicht, aber das ganze Konzept pauschal als „Quatsch“ zu bezeichnen, zeugt eher von respektloser Anmache, als von qualifizierter und differenzierter Betrachtungsweise.

      Antworten
      • Guitarjoe

        Gut kommentiert. Man sollte sachlich bleiben, wenn man es kann, ansonsten einfach mal Klappe halten.

        Antworten
    • KingHelmi

      „NICHTS ABER AUCH GAR NICHTS kann einen richtigen Vollröhrenampsound ersetzen!!!“
      ….nie auch nicht in 100 Jahren?… das wäre aber schade mein Freund… man kann nie aber auch gar nie auf den Mond fliegen, da NICHTS ABER AUCH REIN GAR NICHTS die Masseträgheit bzw. Erdanziehungskraft überwinden kann….so hieß es zumindest….

      Antworten
  2. HeinBloed

    Ich finde diesen Ansatz interessant. Gewicht, Leistung und Röhrenvorstufe: parameter die „on the road“ schon wichtige Parameter sind. Schauen wir mal wie sich das weiter entwickelt. Ich bin einfach gespannt, wie lange die Diskussion Vollröhre noch weiter gehen wird. Kein Zuhöhrer erkennt doch den Unterschied mehr, und vorallem warum auch ?

    Antworten
  3. Spiele diesen Amp seit ca. 3 Wochen über eine 2 x 12 Vintage 30 Box und bin sehr zufrieden! Ewig dieser Röhrenglaubenskrieg! Gitarren: Fender squier, Fender Original von 93 und PRS. Mit allen gute Sounds! Man muß ihn ja nicht kaufen, aber lohnen tut es sich! Ein super guten „Hey Joe“-Sound gefunden, einfach klasse.

    Antworten
  4. guido

    Der Amp1 ist nicht nur niedlich und kompakt, sondern wenn man ihn mal gespielt hat, zeigt er nicht nur das Verhalten eines Röhrenamps sondern klingt auch in allen Lagen super. Der Klang des Recordout ist so super, das man ihn über eine Anlage im Bandkontext durchsetzungsfähig wahrnimmt, was mit meinem Vollröhrenamp Brunetti nie so möglich wahr. Dazu kommt die Sensitivität des Amps bei jeder Nuance des individuellen Spiels. Auch die Rektion auf das Volumenpodi ist hervorragend. Kleiner Abstriche muss man immer machen, wie das Noisegate, was nicht wirklich auf voller Ebene überzeugt, aber im Softbetrieb brav arbeitet. Ich finde es ist ein rund herum gelungener Amp, den man unbedingt mal auf jeden Fall antesten sollte und alle Glaubenssätze vom nicht ersetzbaren Vollröhrenklang und Gefühl mal bei Seite lassen. Klang und Spielgefühl sollte überzeugen. Super Amp, der auch ein erstes Mal schon im Einsatz auf der Bühne war. Danke Thomas, keine Geldmacherrei, sondern ein echt guter Amp(1)!

    Antworten
  5. leofender

    Hallo Herr Jimi! Frage: Hast du das Teil schon mal live gehört? Ich war bei Blugs Workshop(kostenlos, von wegen Geldmacherei!!).
    Mörderteil…und LAUT…meine Fresse. Röhre eben 😉

    Antworten
  6. Juergen

    Im Video bei 1:08 min sagt Thomas: ich bin vor allem voll analog! Seit wann ist ein class D Verstärker voll analog? Etwas mehr Sorgfalt sollte man bei solchen Produktbeschreibungen schon walten lassen. Die Leute vor dem Bildschirm schlafen halt nicht alle, gibt auch ein paar aufmerksame und ein wenig kompetente…

    Antworten
    • Mr.Gitarman

      Auch bei Kommentaren sollte man etwas mehr Sorgfalt walten lassen. Class D wird zwar im Volksmund als Digitalenstufe bezeichnet aber „digital“ ist die Endstufe trotzdem nicht, denn hier sind KEINE(!) A/D Wandler im Einsatz. Lediglich der Tiefpass am Ausgang der Endstufe ähnelt einem D/A Wandler, steht hier aber in einem anderen Zusammenhang.
      Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Klasse-D-Verst%C3%A4rker
      „Die gebräuchliche Bezeichnung Digitalendstufe oder Digitalverstärker erweckt den falschen Eindruck, dass ein PWM-Verstärker „nur“ ein digitales Signal verstärken müsste“

      Antworten
  7. Chris

    Spiele den Amp seit ca. 2 Mt. Das Konzept geht für mich als „Profimusiker“ voll auf. Kann in jeder Situation einen sehr guten Sound abliefern. Was mich sehr erstaunt ist die Dynamik des Amps. Meine schweren Röhrenamps bleiben jetzt öfters Zuhause… Empfehlenswert!

    Antworten
  8. Wie bei vielen Dingen ist es eine Glaubensfrage. Ich habe Jahrelang einen Twin gespielt, und nun ist das mit vintage und co. wieder total in. Nachdem ich das Video angesehen habe ist eins klar… antesten. Und wenn ich dann noch an meinen Ruecken denke, von keinem Vorredner ist dieses Argument erwaehnt worden…. Das Teil ist mega kompakt und wenn ich keinen Roadie habe…. ja dann ist doch alles klar… Schleppt mal weiter ich teste das Ding demnaechst mal an.

    Gruessli

    Antworten
  9. Joern

    Mich begeistert, dass dieser Amp einem Konzept folgt, welches von einem Praktiker entwickelt wurde und es kein reißbrettentworfener – müsste eigentlich so gut klingen – Amp ist. Allein die Bedienungsanleitung ist sehr beeindruckend und hilfreich, auch wenn man schon seit über dreißig Jahren im Thema ist. Das geringe Gewicht überzeugt (z.Z. habe ich einen Fender Supersonic im Gepäck) und ich bin gespannt auf die dazugehörigen Boxen. Mir geht es mit der Röhrendiskussion auch etwas weit: zuhause ist oft alles toll und gut zu hören, da möchte auch meine alten Blues Junior nicht missen, im Bandkontext / Probe oder live verlieren sich je nach Bandbesetzung, spätestens aber mit Keyboard doch oft die tonalen Feinheiten, leichtes und praktikables Equipment hat hier für mich den Vorzug. Deshalb: her mit dem Teil!

    Antworten
  10. Saitenspringer

    ich bin überzeugter Röhrenamper und spiele seit Anfang des Jahres den Amp1 und zwar nur noch. Das Teil ist richtig gut und bietet für meine unterschiedlichen Bands und Gitarren alles, was ich brauche. Klasse Teil. Und Herr Blug darf gerne daran auch Geld veridenen 😉

    Antworten
  11. Spiele meinen Amp1 seit Januar und bin extremst zufrieden. Mein Engl 50W Vollröhre staubt daheim ein. Wenn ich nur Blues oder Heavy Metal spiele find ich sicher Amps die besseren Sound hergeben aber das ist auch nicht die Frage. Was Vielseitigkeit und Handlichkeit bei sehr gutem Sound angeht gibt es momentan kaum was vergleichbares.
    Vor dem Kauf habe ich viele Amps angespielt und mich dann für den Amp1 entschieden. Mein Bandkollege, der oft ungläubig schaut was da aus der kleinen Kiste kommt spielt ein JVM410 Halfstack, bis der ausgeladen und aufgebaut hat geht mein Sound bereits über die Anlage. Aber das muss jeder für sich entscheiden und das ist auch gut so. Nur sollte man bei Kommentaren (J.) auch entsprechend sachlich bleiben

    Antworten
  12. Kleine Anmerkung zum AMP1
    Die Röhre bedient die Endstufe, nicht die Vorstufe.
    Die Schaltung des Amps ist komplett analog – wird in einem anderen YouTube-Video beschrieben (Musikhaus Nähe Frankfurt – Länge ca. 60Minuten)

    Antworten
  13. Uli Müller

    Als Profigitarrist mit vielen Einsatzgebieten und Einsätzen ist das Leben seit dem Blugamp viel leichter geworden. Das Teil ist dermaßen überlegt aufgebaut und so toll konzipiert, Hut ab! Man merkt, dass hier ein tourender Profi dem Ganzen Pate gestanden hat. Bisher jedes Einsatzgebiet (viele in meinem Fall) gemeistert. Mit einer Greenback Box untendran vermißt kein Mensch einen Original Marshall. Der Rec Out ist für PA absolut optimal ausgelegt. Wer das Teil noch nicht hat, antesten! Röhre oder nicht Röhre ist ein Glaubenskrieg, der so unsinnig ist wie über Wein oder Bier zu diskutieren – jeder nach seinem Gusto. Es gibt auch richtig Sch…. klingende Röhrenamps, davon kamen mir schon einige unter. Kann den Amp von Thomas uneingeschränkt empfehlen.

    Antworten
Hinterlassen Sie einen Kommentar

Das könnte Dich auch interessieren: